Es ist ein kühler Frühjahrsabend, als eine Gruppe junger Menschen ein Shisha Café in der Innenstadt von Wiesbaden verlässt und in ein Auto steigt. Der verantwortungsvolle Fahrer hat weder Alkohol getrunken, noch übermäßig viel Shisha geraucht, dennoch wird ihm nach einigen Kilometern Fahrt schwarz vor Augen – es kommt zum Unfall auf einer Landstraße.
Die gerufenen Sanitäter stellen eine Kohlenmonoxid Vergiftung aller Beteiligten fest und lassen daraufhin das Shisha Café, aus dem die Gruppe kam, räumen. Im gesamten Gebäude wird eine ungewöhnlich hohe CO-Konzentration festgestellt, viele der Gäste werden ebenfalls mit leichten Vergiftungserscheinungen in ein naheliegendes Krankenhaus gebracht, das Café wird auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Immer wieder hört man von Geschichten wie dieser und die Frage nach strengeren Kontrollen wird laut. Nicht nur in Shisha Bars tritt dieses Problem auf, sondern auch in den heimischen vier Wänden. Die Symptome reichen von Übelkeit über Erbrechen bis hin zur Bewusstlosigkeit.

Doch wie kommt es zur Kohlenmonoxid Vergiftung?
Die Naturkohle, die für Wasserpfeifen verwendet wird ist traditionell nicht für den Gebrauch in geschlossenen Räumen, sondern eher zum Grillen im Freien konzipiert und erzeugt beim Verbrennen große Mengen von Kohlenstoff-Monoxid. Wenn nun aber in einem geschlossenen Raum gleich mehrere dieser Kohlewürfel verbrennen, kann das gefährliche geruchlose Gas nicht mehr entweichen.
Daher ist es beim Rauchen zuhause besonders wichtig eine möglichst hohe Frischluftzufuhr zu ermöglichen, indem man Fenster weit geöffnet lässt. Am besten entzündet man die Kohle auch nicht im selben Raum, in dem man sich aufhält, sondern platziert den Anzünder zum Beispiel in der Küche oder noch besser: auf dem Balkon.
Shisha Cafés sind seitdem immer mehr Fälle von Kohlenstoff-Monoxid Vergiftungen bekannt werden dazu angehalten ihre Abluft Anlagen regelmäßig zu überprüfen und schwache Anlagen auszutauschen, sodass eine ausreichende Sauerstoffzufuhr gewährleistet wird. Bei Verstößen drohen hohe Geldstrafen.

Woran erkenne ich eine Vergiftung und was sind die Folgen?
Beim Shisha Rauchen ist der Körper immer einer erhöhten Belastung von Kohlenstoff-Monoxid durch die Kohle ausgesetzt. Wenn man die obenstehenden Hinweise beachtet lassen sich die Vergiftungserscheinungen aber weitgehend ausschließen. Wichtig ist: bemerkt ihr ein unwohles Gefühl wie Kopfschmerzen oder Übelkeit solltet ihr sofort aufhören zu Rauchen, Fenster weit öffnen und wenn möglich an die frische Luft gehen, um Sauerstoff zu tanken. Oft kann es zu einem Schwindelgefühl oder gar Erbrechen kommen, wenn die Symptome nicht schwächer werden sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
In der Folge hat eine Kohlenmonoxid Vergiftung so gut wie keine Auswirkungen auf die Gesundheit. Kohlenstoff-Monoxid wird in üblicher Dosis vom Körper innerhalb von 24 Stunden nahezu vollständig abgebaut, dennoch sollte man stets achtsam sein und die Warnzeichen des Körpers erkennen, um bösen Überraschungen vorzubeugen.
Um der Gefahr zu entgehen empfiehlt es sich zumindest so oft es geht draußen zu rauchen. Speziell im Sommer macht es sowieso viel mehr Spaß mit Freunden im Park oder auf dem Balkon, anstatt im Zimmer zu rauchen.

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